Baubeginn: Januar 2004
Fertigstellung: Oktober 2004
Ort: Esslingen-Berkheim


Grundlagen
Eine schlichte, einfache Kirche aus dem Jahre 1954.
Im Raum und in der äußeren Gestaltung sehr deutlich spürbar waren die immer wieder verwendeten Rechteck- und Quadratformen.
Außer einer vorgenommenen Umgestaltung des Altarraumes im Zuge der Liturgiereform und eines erst kürzlich angebrachten Vordachs über dem Haupteingang war die Kirche im Originalzustand. In den Außenwänden waren zahlreiche Rissbildungen erkennbar, die von Setzungen des Bauwerks her rührten. Die Buntverglasungen der Seitenschiff- und Chorraumfenster waren undicht und beschädigt. Die Elektroinstallation entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen und Sicherheitsvorschriften. Die Beschallungsanlage war veraltet und konnte die Wünsche an Verständlichkeit und Flexibilität bezüglich der Schallquellen nicht mehr erfüllen. Die Beheizung der Kirche erfolgte durch Unterbankstrahler die keine Regelung zugelassen haben.

Planung
Die Sanierungskonzeption wurde im Jahr 2002 erarbeitet und mündete im Frühjahr 2003 in einem Gesamtmaßnahmenkatalog der auch die Erneuerung der Buntglasfenster beinhaltete.
Den durchgeführten Künstlerwettbewerb konnte Frau Gabi Weiß aus Wehingen für sich entscheiden.
Die Werke der Künstlerin, die am Tage auch die Farbgebung des gesamten Kirchenraumes maßgeblich beeinflussen, fügen sich heute harmonisch in die Gesamtkonzeption ein.

Bauphase
Saniert wurden die Außenfassaden, Einzelbereiche des Daches und des Dachraumes und der gesamte Innenraum einschließlich der Decken und der Bodenbeläge.
Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Kiefer aus Kirchheim wurde ein neues Beleuchtungskonzept entwickelt und umgesetzt. Aus wirtschaftlichen Gründen mündete die zunächst beabsichtigte Renovierung der Kirchenbänke in einer vollständigen Erneuerung.

Fertigstellung
Behutsam wurden die Positionen von Tabernakel und Taufbecken verändert und eine Neueinteilung der baulich notwendigen Stufen zum Altarraum hin vorgenommen.
Gestalterisch war es erfreulich, dass es trotz geringer Finanzmittel möglich war, auch im Kirchenraum den selben Jura-Natursteinbelag zu verlegen wie im Altarraum.
Dadurch wird ein früher bestehender Unterschied aufgelöst und versucht auch in der Materialwahl eine Einheit zu schaffen.
Abgerundet wird die Sanierungsmaßnahme dadurch, dass die Kirchengemeinde in der Lage war, nach Abschluss der eigentlichen Bautätigkeit im Oktober 2004 auch eine neue Orgel einzubauen.